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Beratungsstellen: kibs (Kontakt-, Informations- und BeratungsStelle) für männliche Opfer sexueller Gewalt, kids-hotline

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vorheriges Themanächstes Thema Thema: Ich habe Angst eine "psychische Störung" davon getragen zu haben, eröffnet am 22.7.2010, um 0.06 Uhr
durcheinander chrissy192010
User
am 22.7.2010,
um 0.06 Uhr
Hallo ihr lieben,

erst einmal, sehr schön, dass es dieses Forum gibt!
Nun zum Thema:

Ich bin mittlerweile 19 Jahre alt. ... als ich ungefähr sieben war, ( ich errinere mich noch ganz genau an den Tag) da kam meine Oma um mich über das Wochenende zu ihr nach hause zu holen.Ich war sehr gern und sehr oft bei ihr. Mein Onkel wohnte zu diesem Zeitpunkt noch mit bei ihr im Haus. Womit ich dann auch gleich zu dieser Person komme...

Ich weiß noch ganz genau, dass er mit mir in den frühen Abendstunden in den "Hobbiekeller" gegangen war. Wir haben dort auch immer viel Spaß gehabt; Dart gespielt und viele andere Sachen.

Nun als es dann immer später wurde, wollte er nach oben in sein Zimmer gehen. Weil ich ja als Kind in "gewisser Abhängikeit eines Erwachsenen" stehe sagte ich zu ihm, dass ich noch keine Lust habe hoch zu gehen und noch etwas hier unten bleiben möchte. Er sagte darauf zu mir, dass wir uns in seinem Zimmer noch einen Film anschauen könnten. Dem stimme ich zu... Wir gingen also hoch. Nach einiger Zeit, seit dem der Film lief, ging mir mein Onkel langsam an die Hose, ich hatte das nicht wirklich registriert, weil ich auf den Film fixiert war.
Er begann an meinem Penis herum zu spielen. Er fragte mich immerzu, ob mir das gefallen würde. Ich antwortete immer mit "ja". Ich weiß nicht warum. Halt ein Kind!

Auf jeden Fall habe ich damit heute ganz große Probleme. Und hiermit würde ich auch gern zu meinem eigentlichen Problem kommen, weiß aber nicht, ob ich das hier hineinschreiben kann oder ob ich es lieber in einem privaten Chat machen sollte. Ich benötige ganz dringend Hilfe. Ich habe große Angst, dass sich mein Denken bewahrheit!

Vielen Dank im Vorraus!

Gute Nacht und liebe Grüße

chrissy192010
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neutral Praktikant/in
Fachteamer/in
am 22.7.2010,
um 12.23 Uhr
Hallo chrissy192010,

erstmal super, dass du dich hier meldest. Ich heiße Jenny und arbeite bei kibs. kibs ist eine Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle für männliche Opfer sexueller Gewalt. Es kann sein, dass es mit meiner Antwort mal etwas länger dauern kann, weil ich nicht jeden Tag im Büro bin. Falls ich mal länger nicht da sein sollte (krank, Urlaub etc.), dann werde ich durch mein Team vertreten. Hier bei kibs besprechen wir alles im Team um dir somit die bestmöglichste Unterstützung anbieten zu können. Wenn du mal etwas nicht verstehst, was ich schreibe oder du anderer Meinung bist, dann bitte ich dich, mir das mitzuteilen, denn deine Meinung ist mir wichtig.
Du hast geschrieben, dass du gerne über ein „Problem“ von dir sprechen möchtest und du dir nicht sicher bist, ob du das hier im Forum oder in der Einzelberatung machen solltest. Ich denke, es wäre gut wenn wir uns über die Einzelberatung weiter unterhalten würden, da wir uns in der Einzelberatung in einem geschützten Raum befinden und es dir dann vielleicht leichter fällt, über bestimmte Dinge zu sprechen. Überlege es dir.
Ich freu mich von dir zu hören.

Gruß,

Jenny

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Jenny
Fachteamer/in Jungen: Wenn mir jemand zu nahe kommt ...
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neutral chrissy192010
User
am 22.7.2010,
um 13.42 Uhr
Zitat aus der Nachricht von Jenny:
Du hast geschrieben, dass du gerne über ein „Problem“ von dir sprechen möchtest und du dir nicht sicher bist, ob du das hier im Forum oder in der Einzelberatung machen solltest. Ich denke, es wäre gut wenn wir uns über die Einzelberatung weiter unterhalten würden, da wir uns in der Einzelberatung in einem geschützten Raum befinden und es dir dann vielleicht leichter fällt, über bestimmte Dinge zu sprechen
Danke für deine schnelle Antwort, Jenny.

Ich möchte das sehr gern in einer Einzelberatung besprechen, weil ich glaube, soetwas kann ich hier einfach nicht hineinschreiben.

Vielen Dank und lieben Gruß
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neutral chrissy192010
User
am 23.7.2010,
um 16.15 Uhr
Hallo Jenny,

Astrid hat das andere Thema von mir geschlossen. Ich würde gern beide Themen in einer Einzelberatung besprechen. Ich weiß nur nicht, wie ich zu kibs komme und ob ich mich dort erneut registrieren muss..


Lieben Gruß und vielen Dank für deine Antwort.
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neutral Praktikant/in
Fachteamer/in
am 26.7.2010,
um 10.49 Uhr
Hallo chrissy192010,

schön, dass du dich dafür entschlossen hast, in die Einzelberatung zu kommen. Du musst dich dafür auch nicht mehr extra registrieren. Du musst einfach nur auf die kibs - Homepage gehen und dort über "Online-Beratung" zur "Einzelberatung", dort loggst du dich dann mit deinem jetzigen Passwort ein.

Gruß,

Jenny
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Jenny
Fachteamer/in Jungen: Wenn mir jemand zu nahe kommt ...
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neutral Heimkind
User
am 20.10.2010,
um 10.25 Uhr
Hey Chrissy192010,
lasse mich versuchen, hier ein paar motivierende Worte für Dich zu finden:
Jeder, der das von Dir erlebte durchgemacht hat und sich hier mehr oder minder öffentlich dazu äußert: Meine aufrichtige Hochachtung! Das hast Du gut gemacht. Ich verstehe Deine Unentschlossenheit sehr gut, wenn Du Dich fragst, ob Du das von Dir erlebte hier nun öffentlich oder lieber in einem Einzelgespräch besprechen möchtest. Wenn man nicht weis, wohin es einen führen kann, wenn man beginnt, Fragen zu stellen... Aber - vielleicht gelingt es mir, Die einen Weg vorzuschlagen, der zwar nicht einfach ist, aber der Dir die innere Anspannung nimmt:
Schreibe es für Dich auf! Sachlich, leidenschaftslos, schlüssig! Schreibe es wie einen Brief (Mit Absender etc.) und nenne Deinen Onkel bei vollem Namen, seine Adresse, sein Alter, nenne, soweit Du Dich erinnern kannst, die genaue Tatzeit oder den genauen Zeitraum des Übergriffes seitens Deines Onkels gegen Dich.
Und dann gehst Du zur Polizei. Wenn Du nicht alleine gehen möchtest, frage einen Menschen Deines Vertrauens, ob er Dich begleiten kann. (Ich hatte früher immer einen Freund, der nie Fragen gestellt hatte. Er war einfach nur da, er war immer in der Nähe, und ich konnte immer mit ihm reden, wann ich wollte.
Und er hat immer gut zugehört.) So einen Freund wünsche ich jedem, der nicht wirklich weis, wohin mit sich selbst. Und wenn Du bei der Polizei bist, sagst Du zu dem Mann/Frau hinterm Tresen, dass Du eine Anzeige wegen Kindesmissbrauchs stellen willst. Da dieser Tathergang ein Straftatbestand (§ 225 StGB Mißhandlung von Schutzbefohlenen) ist, muss er von der Polizei bei bekanntwerden den Strafverfolgungsbehörden zugefürt werden. Wenn Du von dem Revier dann die schriftliche Bestätigung des Eingangs Deiner Anzeige erhältst, gehst Du mit diesem Schreiben zum Versorgungsamt, Abteilung OEG (Opferentschädigungsgesetz) und stellst einen Antrag nach dem OEG. Argumentationshilfe ist hier die fahrlässige Gewährung des Missbrauchs von Schutzbefohlenen minderjährigen Jugendlichen durch die BRD(!) als Inhaber des Gewaltmonopols (Exekutive + Judikative, § 1 GG), da duch die seinerzeit aktuelle Gesetzgebung des Jugendschutzgesetzes durch den Gesetzgeber (BRD!) der Übergriff gegen Dich trotz bestehender Gesetze und Verordnungen nicht verhindert wurde.

Soweit das rechtliche...

Jetzt zum sozialen...

Wenn Du einen Freund hast, der Dich schon Dein leben lang kennt, dann frage ihn doch mal,
ob Du Dich verändert hast. Wenn er das bestätigt, dann frage ihn, wie Du Dich verändert hast.
Wenn es hilft, notiere Dir das in Stichpunkten und berichte bei Deinem nächstem Besuch bei Deinem Hausarzt darüber. Er kann Dir helfen, nicht nur gesundheitlich beiseite zu stehen, sondern auch im Rahmen der Versicherung gegenüber den Schriftführenden Behörden. Ist doch egal, wenn Deine Freunde mitbekommen, dass Du einen Termin bei einem Psychologen hast. Du gehst da ja freiwillig hin, weil Du Dir Hilfe holen willst. Und wenn das bedeutet, dass Dir der medizinische Psychologe ein Gutachten über Deine Erlebnisse in Deiner Jugend ausstellt, dan hast Du es ´Schwarz auf Weiss`und kannst somit als offiziell anerkanntes und aktenkundiges Opfer bei den Schriftführenden Behörden die Täter, Zeugen und Mitwisser fragen, warum sie es nicht verhindert haben...!

Ich hoffe, Du findest in meinen Worten Bestätigung dessen, was Dich bewegt. Ich hoffe auch, Du fühlst Dich von mir nicht allzu sehr überfordert. Falls dem so ist, spreche ich hier mein aufrichtiges Bedauern aus, aber vielleicht findest Du mit der Zeit den Weg, der Dich befreit? Ich wünsche es Dir!

Gruß, das Heimkind
Im Alter, da werden GUTE Freunde selten!
Drum - die Du hast, die lasse gelten!
RECHT kannst Du im Alter leicht behalten!
Aber schwer den Freund...
...den guten...
...den alten!
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neutral Peter
Fachteamer/in
am 20.10.2010,
um 12.59 Uhr
Hallo Heimkind,

die von dir beschriebene Vorgangsweise stellt zumindest eine denkbare Möglichkeit dar, wobei natürlich eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit diese auch im Sinne des Betroffenen funktioniert (Vertrauensperson, guter Freund,...).

Bei dem beschriebenen Straftatbestand handelt es sich um sexuellen Missbrauch von Kindern (§ 176 StGB). Eine Strafanzeige ist natürlich eine Handlungsoption, die aber gut überlegt und vorbereitet werden muss. Aus diesem Grund ist es immer sinnvoll, sich im individuellen Fall vorher mit einer Beratungsstelle in Verbindung zu setzen, um die besten Entscheidungen für den Betroffenen zu treffen.

Grüße

Peter
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Peter
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